Aufräumen mit Marie Kondo: So funktioniert die Konmari-Methode

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An der Japanerin Marie Kondo ist in den vergangenen Monaten wohl kaum jemand vorbei gekommen. Bestseller, Netflix-Serie und ein eigenes Aufräum-System haben sie bekannt gemacht. Heute geht es darum, wie die Konmari-Methode nach Marie Kondo genau funktioniert.

Mit ihrem Buch „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ und ihrer Netflix-Serie „Aufräumen mit Marie Kondo“ ist die Japanerin in kürzester Zeit weltweit bekannt geworden. Doch: Was ist die Konmari-Methode, die nach ihrer Erfinderin benannt wurde?

Marie Kondo Konmari
Marie Kondo (Quelle: Web Summit / Sportsfile (Web Summit), CC BY 2.0, Link)

Mit Marie Kondo zum Minimalismus?

Erst einmal ist die Konmari-Methode „nur“ ein System zum Aufräumen und Ausmisten. Das Ziel ist allerdings nicht der Minimalismus, sondern Ordnung für und Übersicht über seine Sachen zu bekommen. Das schließt zwar nicht aus, dass man sehr radikal ausmistet und eine minimalistische Ordnung findet, aber vorausgesetzt ist es eben auch nicht.

Bei der Konmari-Methode gibt es ein paar einfache Schritte zu beachten, die wir uns nun nacheinander anschauen.

1. Schritt der Konmari-Methode: Nach Kategorien sortieren

Beim Aufräumen oder Ausmisten fragt man sich häufig: Womit fange ich eigentlich an? Der meistgenutzte Weg ist, dass wir uns Raum für Raum vornehmen. Erst das Wohnzimmer, dann das Schlafzimmer, dann das Badezimmer und so weiter.
Bei der Konmari-Methode funktioniert das etwas anders. Marie Kondo sortiert nämlich nicht nach Räumen, sondern nach bestimmten Kategorien, deren Reihenfolge wichtig ist, weil man sich von „einfach“ zu „schwer“ steigert.

Konmari: Die fünf Kategorien nach Marie Kondo

  1. Kleidung, Taschen und Schuhe
  2. Bücher
  3. Unterlagen, Papierkram und Dokumente
  4. Sonstiges (Kleingeräte, etc.)
  5. Erinnerungsstücke und Sentimentales

Der große Vorteil dieser Methode ist, dass man alle Besitztümer einer Kategorie auf einen Blick sieht. Du kennst das sicher von dir selbst auch: Ein paar Schuhe stehen im Flur, andere im Schuhschrank, manche im Keller. Wenn wir nun nur einen Raum aufräumen, etwa den Flur, dann sortieren wir nur die dort gelagerten Schuhe aus – vergessen aber möglicherweise die aus den anderen Räumen.
Das System von Marie Kondo schafft Klarheit und Überblick über alles, was wir eigentlich in einer bestimmten Kategorie – oder: Produktgruppe – besitzen.

2. Schritt der Konmari-Methode: Alles auf einen großen Haufen

Im nächsten Schritt kommen alle Gegenstände einer Kategorie, die wir im ganzen Haus zusammengesucht haben, auf einen großen Haufen. Auch das schafft manchmal richtige Aha-Erlebnisse, wie viel es eigentlich wirklich ist, das sich da über die vergangenen Jahre angesammelt hat.

3. Schritt der Konmari-Methode: Was macht mich eigentlich glücklich?

Diese Frage kennen wir aus dem Minimalismus ja ganz genau: Was macht uns eigentlich glücklich? Ist es der viele Besitz? Oder doch eher Momente, Erlebnisse, Erinnerungen?

Diese Frage können wir uns auch beim Ausmisten zunutze machen. Warum sollten wir denn Dinge behalten, die uns nicht glücklich machen?
Bei der Konmari-Methode nimmst du nun jedes Teil des großen Haufens in die Hand und fragst dich: Macht mich dieses Teil glücklich? Wenn ja, dann behältst du es. Wenn nein, kommt es weg. Wie du übrigens mit aussortierten Dingen noch Geld oder Karma-Punkte verdienen kannst, habe ich dir in meinem Artikel über das Vier-Stapel-System aufgeschrieben.

Dieser Schritt ist sehr wichtig. Alles, was kein eindeutiges und klares Ja bekommt, kann eigentlich schon weg. Ein „ja, ein bisschen“ solltest du nicht gelten lassen, denn: Wenn es dich wirklich und ehrlich glücklich macht, dann kennst du die Antwort sofort!

Laut Marie Kondo können wir uns von den Dingen dann mit Dankbarkeit verabschieden, die wir aussortieren. Das helfe beim Loslassen.

4. Schritt der Konmari-Methode: Alles hat seinen Platz

Nun, da wir alle nicht gebrauchten Teile aussortiert haben, bekommt der übrig gebliebene Rest seinen Platz. Jedem einzelnen Teil widmen wir einen festen Platz, wo wir es immer wiederfinden. Hierzu gehört natürlich etwas Disziplin, denn schließlich müssen wir jedes Teil nach der Benutzung auch wieder an diesen Platz räumen. Wenn wir das nicht machen, entsteht über die Wochen und Monate erneut Chaos.

Marie Kondo: Was hat es mit dem Falten von Kleidung auf sich?

Bestimmt hast du, wenn du von Marie Kondo gehört hast, auch vom Falten der Kleidung gehört. Marie Kondo möchte mit einer speziellen Falttechnik dafür sorgen, dass wir alle unsere Besitztümer im Kleiderschrank immer im Blick behalten. Speziell geht es dabei darum, die Klamotten in den Schrank nebeneinander zu stellen – und nicht übereinander zu legen. Wie das geht, erklärt sie selbst in diesem kurzen Video:

Fazit: Was hältst du von der Konmari-Methode von Marie Kondo?

Nun interessiert mich natürlich deine Meinung zur Konmari-Methode von Marie Kondo. Findest du dieses Vorgehen sinnvoll? Hast du es vielleicht sogar selbst schon ausprobiert? Ich bin gespannt von dir zu lesen – unten in den Kommentaren!


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Autor
Tobias

Hey! Ich bin Tobias. Wenn ich nicht gerade an neuen Büchern arbeite, bin ich Geschäftsführer eines Medienunternehmens und Journalist. Hier blogge, podcaste und vlogge ich über meinen Arbeitsalltag, Minimalismus und meine Bücher.

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